Experiment: Die "Energy"-Dose

Typ Lehrerversuch
Kurzbeschreibung Wasserstoff-Explosion in einer Getränkedose
Beschreibung Vorbereitend wird bei einer 250ml-Getränkedose der Deckel herausgetrennt. Man glättet die Schnittstellen und sticht ein 1mm-Loch in den gewölbten Boden der Dose. Ein dickwandiger Salzstreuer wird mit 1,5g Natriumhydroxid und 15ml Wasser gefüllt (zu ca. 1/4 bis 1/3 seines Volumens). Wenn sich der Feststoff unter Schwenken zu einer warmen Natronlauge aufgelöst hat, setzt man ein zusammengefaltetes Stück Aluminiumfolie (8x8cm) hinzu, verschließt den Salzstreuer und stellt ihn auf eine chemikalienbeständige Unterlage. Beim Einsetzen der Gasentwicklung stülpt man die vorbereitete Getränkedose darüber und hält das kleine Loch mit dem Finger verschlossen. Unter den Rand der Dose schiebt man ein Streichholz. Erst wenn das Rauschen der Gasentwicklung nicht mehr zu hören ist (!), wird mittels langem Holzspan der Wasserstoff am oberen Loch in der Dose angezündet. Nach einiger Zeit und mit akustischer Vorankündigung schlägt die Flamme in die Dose durch. Die heftige Explosion schleudert die Dose nach oben.
Schadensrisiken durch Einatmen / Hautkontakt, Explosion und Splitter / Scherben / scharfe Kanten
Gefahrstoffe
NameSynonymeSpezifikationSignalwortPiktogrammeH- und EUH-Sätze
NatriumhydroxidÄtznatronPlätzchenGefahr
H314
H290
NatronlaugeNatriumhydroxid-Lsg.verd. w= 10%Gefahr
H314
H290
Wasserstofffreies GasGefahr
H220
andere Stoffe Alu-Folie, Aluminat-Lösung
Substitutionsargument Substitution nicht erforderlich: Experiment mit beherrschbaren Risiken, besitzt sehr hohen Motivationswert
Sicherheitshinweise Mengenverhältnisse des Ansatzes genau beachten! Empfindliche Ohren vor dem Explosionsknall schützen!
Vorkehrungen
Kategorien Feuer & Flamme, Redoxreaktionen, Schauversuche
Sammlungen
Quellen
AutorNameErscheinungsortISBNAusgabeSeiteandere Angaben
ObendraufWS-SkripteWS Instant ChemistryDillingen 2007
Autor Peter Slaby
bearbeitet 2015-03-21 14:55:05
erstellt 2015-03-21 14:52:54
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